ESV-Herren verlieren gegen Tabellenführer

Zum Start ins neue Jahrzehnt ist den Freilassing Handball-Herren kein Sieg vor heimischen Publikum gelungen. Gegen den Tabellenführer HT München 3 mussten sich die Mannen von Trainer Räker mit 32:24 geschlagen geben.

Von Beginn an zeigte der Gegner aus dem Hachinger Tal sein Potential in erster und zweiter Welle auf und konnte so zu Torerfolgen kommen. Doch auch das Tempospiel des ESV konnte sich sehen lassen und so konnten die Eisenbahner in der flotten Bezirksliga-Partie mithalten. Bis Mitte des ersten Durchgangs blieb der ESV dem HT auf den Fersen, doch dann konnte sich der Ligaprimus absetzen. Das war zum einen dem weiterhin hohen Tempo, andererseits auch der mangelhaften Chancenverwertung der Freilassinger geschuldet. Zu oft endeten schön gespielte Angriffe am Torgehäuse anstatt im Tornetz. So konnten sich die Gäste eine komfortable Halbzeitführung von 13:19 erarbeiten.

Im ESV-Lager wollte man weiterhin um jeden Ball kämpfen, sich zu keiner Zeit aufgeben und das eigene Konzept bis zur Schlusssirene durchziehen. Das gelang auch, wenngleich man die HT-Führung nie gefährden konnte. Die zweite Hälfte ist schnell zusammengefasst, die Gäste konnten sich auf 8 Tore absetzen und es entwickelte sich eine gute Partie, in der der Abstand bis zum Schluss unverändert blieb. Die Chancen das Ergebnis knapper zu gestalten wären da gewesen, doch wie schon im ersten Durchgang war die Chancenauswertung dafür schlichtweg nicht gut genug. So musste man zum Hinrundenabschluss eine 34:24-Niederlage hinnehmen. Erfreulich war die kämpferische Leistung der Eisenbahner, die sich bis zum Schluss nicht aufgaben, aber trotzdem.

Für den ESV spielten: Stefan Toch und Thomas Heinen im Tor, sowie Maxi Toch, Fabian Sattler (4), Jakob Burgthaler (2), Christian Abel (1), Sebastian Gertzen (3), Ferdinand Pfersch (6), Dominik Kokot, Simon Deckenbrock (5/3), Lukas Maushammer (2), Burkhard Raker (1) und Florian Albrecht.

Derbysieg für ESV-Herren gegen Salzburg

Dritter Punktgewinn in Folge für die Handball-Herren vom ESV Freilassing. Im bayerisch-österreichischen Derby gegen die SG SHV/UHC Salzburg II holen die Freilassinger zwei Punkte in die bayerische Grenzstadt. Der 24:21 Sieg ist gleichbedeutend mit dem fünften Punkt aus den letzten drei Spielen.

Vor dem Spiel war die Ausgangslage klar: mit einem Sieg kann der ESV den Abstand zum Nachbarn vergrößern, bei einer Niederlage kann Salzburg gleichziehen – ein klassisches Vier-Punkte-Spiel also. Der Eisenbahner-Express kam in den letzten Wochen so richtig in Fahrt und konnten gute Leistungen zeigen. Die Salzburger hingegen mussten am Spieltag zuvor eine spektakuläre 52:35-Niederlage hinnehmen.

Doch in einem Derby gelten immer eigene Regeln. Das wusste man im Lager des ESV und so startete man konzentriert in die Partie und konnte mit 2:0 in Führung gehen. Doch die SG SHV/UHC konnte schnell ausgleichen und in der Folge sogar in Führung gehen. Vor allem der ehemalige ESVler Darko Milinovic bereitete der ESV-Abwehr, im Zusammenspiel mit dem großgewachsenen Kreisläufer Klaus Lohmaier, große Probleme. Im Angriffsspiel des ESV war dafür in diesem Spiel Sand im Getriebe. Die Freilassinger kamen nicht in ihr gewohntes Aufbauspiel, viele technische Fehler waren die Folge daraus – dadurch fehlte auch im Tempospiel das nötige Selbstvertrauen. Logische Folge daraus war die verdiente Salzburger Führung mit zwischenzeitlich 3 Toren Vorsprung (7:4 12. Minute, 11:8 25.Minute). Die Räker-Sieben kam in der ersten Spielhälfte im Angriff einfach nicht ins Spiel, und so konnte der Tabellenelfte aus der Mozartstadt mit einer 12:10-Führung in die Halbzeitpause gehen.

Im zweiten Durchgang wollten die ESV-Herren unbedingt in ihr Tempospiel kommen und so die Partie drehen. In den ersten fünf Minuten stotterte der Motor immer noch ein wenig, in der 38. Minute konnte der ESV dann wieder zum 14:14 ausgleichen. Die Salzburger konnten noch einmal in Führung gehen, doch zwischen der 43. und der 55. Spielminute folgte die beste Phase der Eisenbahner. 12 Minuten lang konnte man das eigene Tor verriegeln: der Salzburger Spielertrainer Milinovic wurde im entscheidenden Moment gestört, die Kreisanspiele abgefangen und Thomas Heinen entschärfte unter anderem einen freien Gegenstoß des SHV/UHC. Im Angriff lief es beim ESV dafür besser und man konnte gute Chancen kreieren. So konnte man die Partie vom 17:15 zu einem 17:20 drehen. In den letzten Minuten konnten die Salzburger wieder treffen, doch der ESV ließ sich den Derbysieg nicht mehr aus den Händen nehmen und nach zwei Treffern von Sebastian Gertzen konnten die zahlreich mitgereisten ESV-Fans den 24:21-Sieg bejubeln.

 

Mit diesem enorm wichtigen Erfolg im Vier-Punkte-Spiel konnten die Freilassinger den Abstand zu den direkten Abstiegsplätzen auf vier Punkte vergrößern. Da der Tabellennachbar Traunreut in Anzing nicht punkten konnte, überholte der ESV den TuS in der Tabelle und liegt jetzt mit 6:12 Punkten auf dem 9. Platz. Nun haben die ESVler zwei Wochenenden Spielfrei, bevor man am 14.12. zum letzten Spiel vor Weihnachten nach Bruckmühl reist.

Ein großer Dank geht nach dem Derbysieg auch an die Fans der Freilassinger Handballer. Zahlreiche Zuschauer verwandelten das Derby in Österreich zu einem ESV-Heimspiel. 60 Minuten lang wurden die Freilassinger angefeuert und konnten auch deswegen die Partie drehen.

Für den ESV spielten: Stefan Toch und Thomas Heinen im Tor, sowie Maxi Toch (1), Fabian Sattler (5/2), Jakob Burgthaler, Christian Abel (3/1), Sebastian Gertzen (4), Ferdinand Pfersch (1), Dominik Kokot (1), Simon Deckenbrock (3), Lukas Maushammer (2) und Florian Albrecht (4).

ESV-Herren punkten erneut

Eine Woche zuvor gab es den ersten Saisonsieg in Anzing, nun konnten die Handballer aus Freilassing nachlegen und zuhause erneut ein Unentschieden holen. Das Duell gegen den TSV Übersee bescherte den zahlreichen Zuschauern eine spannende Schlussphase ohne Sieger.

Der ESV startete selbstbewusst in die Partie und konnte prompt in Führung gehen. Bis zum 5:5 in der 9. Spielminute wechselten sich ESV und TSV mit der Führung ab. Die Gäste vom Chiemsee konnten in der Anfangsphase durch die erste Welle treffen, die Abwehr des ESV im Positionsspiel stand von Beginn an stabil. Im Anschluss konnte sich Übersee durch das Spiel mit dem Kreisläufer erstmals absetzen und ESV-Trainer Räker musste seine Mannen in einer Auszeit wieder in die richtige Spur bringen. Das Spiel ebbte in der Folge etwas ab und beide Teams konnten fünf Minuten lang kein Tor erzielen. Die Gäste beendeten das kurze Nickerchen schneller als der ESV und konnten sich so erstmals mit vier Toren absetzen (9:13 in der 23. Minute).

Wer jetzt dachte der ESV lässt sich davon beeindrucken, wurde bis zur Halbzeit vom Gegenteil überzeugt. Wieder einmal zeigten die Eisenbahner ihren großen Kampfgeist und holten Tor für Tor auf, um kurz vor der Halbzeit zum 14:14 auszugleichen. Sogar die Führung zum Seitenwechsel wäre möglich gewesen, nur der gut agierende Gäste-Keeper hatte etwas dagegen und parierte einen 7m des Heimteams.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten die Freilassinger Herren. Immer wieder konnte der ESV mit zwei Toren in Führung gehen, die Gäste vom Chiemsee hatten aber meist eine Antwort parat und zeichneten sich durch ihre individuelle Klasse aus – vor allem gegen den großgewachsenen Rückraum um Höllmüller und Leicher hatte man schwer zu kämpfen. Der ESV zeichnete sich hingegen durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und schön herausgespielte Angriffe aus und konnte folgerichtig die Führung bis weit in die 2. Spielhälfte halten. Die Grenzstädter verpassten es lediglich in dieser Phase sich abzusetzen, wofür der ESV fünf Minuten vor Schluss bestraft wurde – Übersee konnte wieder ausgleichen und sogar in Führung gehen. Zwei Minuten vor Schluss beim Stand von 24:25 sahen die Gäste schon wie die Sieger aus, doch der ESV kämpfte weiter bis zum Schluss und konnte 40 Sekunden vor Schluss ausgleichen. Nun musste man aber den letzten Angriff der Chiemseer überstehen – die in einem Time-Out einen Plan schmiedeten. Die ESV-Abwehr blieb stabil und ließ keinen gefährlichen Wurf mehr zu. Der ESV konnte den Ball sogar noch einmal nach vorne, jedoch nicht aufs Tor bringen. So konnten die Eisenbahner mit der Schlusssirene den vierten Punkt der Saison einfahren.

Für den ESV spielten Stefan Toch und Thomas Heinen im Tor, sowie Fabian Sattler (2), Jakob Burgthaler (1), Christian Abel (2), Marlon Klier, Sebastian Gertzen, Ferdinand Pfersch (4), Dominik Kokot, Simon Deckenbrock (11/3), Lukas Maushammer (3) und Florian Albrecht (2).

Momentan liegt der ESV auf dem 10. Tabellenplatz, mit zwei Punkten Abstand zu Platz 11 und 12, die von der HSG Föching-Schliersee und SG SHV/UHC Salzburg II besetzt sind. Gegen die Salzburger BOL-Reserve spielt der ESV schon diesen Samstag. Um 20 Uhr erfolgt der Anwurf im Grenzstadt-Derby im Sportzentrum Nord (Josef-Brandstätter-Straße 9, 5020 Salzburg). Die ESV-Fans wollen dafür gemeinsam in die Mozartstadt reisen. Die 2. Herrenmannschaft wartet ab 19 Uhr am Badylonparkplatz, damit alle Fans gemeinsam zur Salzburger Halle anreisen können. Alle Freilassinger Handballbegeisterte sind eingeladen den ESV in Salzburg anzufeuern!

Herren holen „Big-Points“ in Anzing

Der positive Trend der Freilassinger Handball-Herren aus den letzten drei Spielen hat sich vergangen Sonntag erneut fortgesetzt. Nun haben sich die Freilassinger dafür auch mit einem doppelten Punktgewinn belohnt: mit 26:23 konnte man bei der dritten Mannschaft des SV Anzing gewinnen.

Zur weitesten Auswärtsfahrt der Saison reiste der ESV-Tross mit einem guten Gefühl an. Das Team von Trainer Räker hat sich zuletzt Woche für Woche gesteigert und mussten sich nur knapp mit zwei beziehungsweise einem Tor geschlagen geben. Nun wollte man beim heimstarken SV Anzing 3 überraschen.

Die ersten zehn Minuten der Partie können sehr gut mit einem Wort beschrieben werden: Abwehrschlacht. Der ESV stand kompakt und verteidigte als Einheit. Der spielstarke Rückraum der Anzinger Löwen kam dadurch nicht zur Entfaltung und Stefan Toch im ESV-Gehäuse entschärfte einige Torchancen. Auf der Gegenseite kamen auch die Grenzstädter nur schleppend ins Angriffsspiel. Mit der offensiven 3:2:1-Deckung, für die die Anzinger von der Jugend weg bekannt sind, hatten die Eisenbahner zu Beginn ihre Probleme. Folgerichtig mussten sich die Zuschauer mit einem mageren 2:2 nach 11 Minuten begnügen.

Bis zur 25. Minuten lieferten sich die beiden Teams – im Angriffsspiel besser agierend – einen offenen Schlagabtausch. Mal führt der SVA, dann wieder der ESV – keines der Teams konnte sich dabei aber absetzen. Erst in der Schlussminute der ersten Spielhälfte konnten die Löwen die erste Zwei-Tore-Führung der Partie für sich verzeichnen. Mit einem Stand von 11:9 wurden die Seiten gewechselt.

Der ESV-Express startete gleich gut in den zweiten Durchgang, Simon Deckenbrock und Florian Albrecht brachten den ESV jeweils mit einem Doppelpack mit 12:13 in Führung. In der 45. Minute konnte sich der ESV zum ersten Mal mit 15:18 auf drei Tore absetzen. Doch das Spiel blieb trotzdem spannend. Denn Anzing hatte postwendend eine Antwort parat und konnte ausgleichen, um selbst wieder in Führung zu gehen. Bis fünf Minuten vor Schluss beim Stand von 23:23 nahmen sich beiden Teams nichts. Doch die Crunch-Time gehörte den Freilassingern. In der Abwehr wurde Beton angerührt und im Angriff agierte der ESV abgebrüht und netzte drei Mal ein.

So konnten die Eisenbahner nach 60 Minuten hartem Kampf endlich den ersten Saisonsieg verbuchen. Die Erleichterung war den Grenzstadt-Herren anzusehen. Einsatz und Kampfgeist wurden belohnt und die gute Leistung spiegelt nun sich auch auf dem Punktekonto wider.

Schon nächsten Samstag wollen die ESVler vor heimischem Publikum nachlegen. Um 20:00 Uhr ist der TSV Übersee zu Gast im Badylon.

Für den ESV spielten: Stefan Toch und Michael Diepenbruck im Tor, sowie Fabian Sattler (5/1), Jakob Burgthaler, Christian Abel (3), Maxi Toch (1), Sebastian Gertzen (1), Ferdinand Pfersch (3), Dominik Kokot, Simon Deckenbrock (7/3), Lukas Maushammer (1) und Florian Albrecht (5)

Starke kämpferische Leistung der ESV-Herren wird wieder nicht belohnt

Auch nach sechs Spielen warten die ESV-Herren noch auf den ersten Sieg der Saison. Im Derby gegen den SBC Traunstein musste sich die Räker-Sieben mit einem Tor geschlagen geben.

Man wollte im Lager der Grenzstädter den Schwung der Vorwoche mitnehmen, als man in Traunreut eine furiose Aufholjagd hinlegte, die nicht belohnt wurde. Dementsprechend motiviert legte der ESV-Express los – die Abwehr stand sehr stabil und die ESV-Torhüter konnten einige starke Paraden zeigen. So konnte der ESV in Führung gehen und diese auch bis Mitte der ersten Hälfte halten (4:3 in der 8. und 6:5 in der 15. Minute). Dann kam der Sportbund Chiemgau besser ins Spiel und konnte erstmals in Führung gehen. Nach gut 20 Minuten musste Spielmacher Dominik Kokot nach einem Pferdekuss vom Spielfeld, so stand dem ESV – nach der roten Karte von Sebastian Gertzen – schon zu diesem Zeitpunkt kein Mittespieler mehr zur Verfügung. Die Traunsteiner konnten sich bis zur Halbzeitpause auf 8:12 absetzen.

Die Freilassinger wollten in Durchgang zwei noch konzentrierter zu Werke gehen und sich auf die eigenen Stärken besinnen. Das gelang den Eisenbahner dann nach fünf Minuten in Hälfte zwei auch, man konnte sich von 9:14 auf 14:15 in der 45. Minute ran kämpfen – die zahlreichen ESV-Anhänger auf der Tribüne ließen das Badylon in dieser Phase beben.

Doch eine doppelte Unterzahl des ESV konnten die Chiemgauer gut nutzen und sich wieder einen kleinen Puffer erarbeiten. In der 57. Minute beim Stand von 20:23 sahen die Gäste schon wie die sicheren Sieger des Derbys aus, doch die Freilassinger zeigten wieder einmal großen Kampfgeist. Eine stabile Abwehr und sichere Abschlüsse im Angriff ließen die Zuschauer noch einmal hoffen. 20 Sekunden vor Schluss konnte Ferdinand Pfersch zum 23:24 treffen und die ESV-Herren nahmen den gesamten SBC in Manndeckung und kamen tatsächlich noch einmal in Ballbesitz. Doch die verbleibenden zwei Sekunden reichten nicht für einen Abschluss – so mussten sich die Grenzstädter knapp mit 23:24 geschlagen geben.

Für den ESV spielten: Stefan Toch und Thomas Heinen im Tor, sowie Maxi Toch (1), Fabian Sattler (3), Jakob Burgthaler (1), Christian Abel (3), Sebastian Gertzen, Ferdinand Pfersch (5), Dominik Kokot (1), Simon Deckenbrock (4/1), Lukas Maushammer (1), Florian Albrecht (3) und Trainer Burkhard Räker (1)