ESV-Handball Herren sind Meister

40:21-Sieg sichert den direkten Wiederaufstieg

 

Die Handball-Herren des ESV Freilassing konnten Sonntagabend das Saisonziel drei Spiele vor Schluss fixieren – der direkte Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Die ESVler ließen dabei nichts anbrennen und konnten den Tabellenletzten deutlich schlagen.

Der SV Bruckmühl 2 reiste mit ein paar Verstärkungen aus der ersten Mannschaft in die Grenzstadt. Im Lager des ESV war man so gut aufgestellt, dass man einen Spieler streichen musste und mit 14 Spielern wieder vollständig aufgestellt war. In der Ainringer Halle war zu spüren, dass der ESV den Titel heute unbedingt unter Dach und Fach bringen will. Viele Zuschauer kamen in die Halle, um die Eisenbahner lautstark zum Titel zu peitschen.

Den ersten Treffer der Partie erzielten die Gäste aus dem Mangfalltal. Die 0:1-Führung sollte dann aber auch die letzte Führung des Spiels für den SV sein. Denn gleich danach zog der ESV-Express an und konnte durch konzentriertes Angriffsspiel mit 7:3 in Führung gehen. Doch die Gäste konnten während der Anfangsphase das Tempo des ESV nahezu halten und den Rückstand bei maximal vier Toren halten. In der Abwehr agierte die Freilassinger mit einer Manndeckung gegen den stärksten Spieler der Gäste, der aus der ersten Mannschaft aushalf. Diese Taktik fruchtete und der Spielmacher der Gäste biss sich langsam, aber sicher die Zähne an der ESV-Abwehr aus. Die ESV-Fans konnte sich in der ersten Hälfte auch gleich über ein Tor von Christian Abel freuen, der nach längerer Verletzungspause endlich wieder im ESV-Trikot agieren konnte. Mitte der ersten Hälfte konnten die Grenzstädter nochmal einen Gang hochschalten und sich absetzen. So begaben sich die beiden Teams bei einem Stand von 17:11 zur Halbzeitpause in die Kabinen.

ESV-Trainer Petr Hubal war sehr zufrieden, lediglich die erste und zweite Welle spielten die Eisenbahner noch nicht konsequent genug. In der zweiten Hälfte sollten die Freilassinger öfter schnell in den Gegenstoß gehen, um leichte Tore zu erzielen.

Dieses Vorhaben setzten die Eisenbahner auch, mit Ausnahme der ersten zwei Angriffen, in die Tat um. So konnte man schon fünf Minuten nach der Halbzeit ein 20:14 auf der Anzeigetafel erkennen. Der Wille der Gäste war gebrochen und so konnte der ESV-Turbo langsam aber sicher zünden. Nach Ballgewinnen in der Abwehr starteten ein ums Andere Mal Simon Deckenbrock in den Gegenstoß und konnten so einfache Tore erzielen. Der ESV führte in der 45. Spielminute schon mit 27:16. In der zweiten Hälfte konnte Trainer Hubal immer wieder wechseln, ohne dass ein Bruch im Spiel zu erkenne war. Der breite Kader konnte sich in diesem Spiel von seiner besten Seite zeigen. Auch ein zweites Comeback konnten die Freilassinger bejubeln. Nach Abschluss seines Studiums konnte Lukas Maushammer wieder zum Kader der Herren stoßen. Fast konnte auch er seine Rückkehr mit einem Tor feiern, scheiterte aber am Torhüter der Gäste. Trotzdem konnte er sich von den Fans feiern lassen. Wenn die erste und zweite Welle nicht zum Torabschluss führte, zeigten die Grenzstädter auch im Positionsangriff, warum man auf dem ersten Tabellenplatz liegt. Spielzüge wurden geduldig gespielt, bis die Lücke da war und man zu leichten Torabschlüssen kam. Fünf Minuten vor Ende verlangten die Zuschauer dann lautstark das 40. Tor und auch die Herren wollten endlich in dieser Saison diese Marke knacken. Tor um Tor kam der Eisenbahner-Express dem Ziel näher. Den Schlusssprint legte Ferdinand Pfersch im Alleingang hin: in 1:21 Minuten konnte er mit drei Treffern den Spielstand von 37:21 auf 40:21 erhöhen.

Mit der Schlusssirene war der Jubel in der Halle groß – der Meistertitel war gesichert. Und damit auch der direkte Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Nun warten auf die Eisenbahner noch drei Saisonspielen, in denen das Team um Trainer Hubal seine weiße Weste wahren will. Nächstes Wochenende wartet ein unangenehmes Auswärtsspiel auf den ESV. Samstag ist man zu Gast bei der zweiten Mannschaft des TSV Brannenburg. Die erfahrenen Inntäler sind schwer zu knacken, im Hinspiel konnte der ESV aber sein Tempo halten und gewinnen.

 

Für den ESV spielten:

Michael Diepenbruck und Stefan Toch im Tor, sowie Fabian Sattler (10/3), Jakob Burgthaler (2), Christian Abel (3), Sebastian Gertzen (3), Ferdinand Pfersch (8), Dominik Kokot (2), Simon Deckenbrock (8), Lukas Hage (1), Lukas Maushammer, Dennis Kiermeier, Sammy Vicktor (1), Florian Albrecht (2)

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