Derbysieg nach fulminanter Aufholjagd

ESV Handball Herren besiegen Salzburg mit 30:25

Nach dem erfolgreichen Saisonstart letzten Sonntag, mussten die Herren des ESV Freilassing dieses Wochenende erneut ran. Gegner am Sonntagabend war dieses Mal die SG SHV/UHC Salzburg 2. Den letzten Sieg in der abgelaufenen Saison 2016/17  konnte der ESV gegen die Salzburger einfahren.

Mit zwölf Spielern im Kader war der ESV hochmotiviert. Auch die Gäste aus der Mozartstadt waren mit einem gut besetzen Kader in die Ainringer Sporthalle gekommen. Dem jungen Team aus Österreich war die Motivation gleich anzusehen.

Genauso starteten die Gäste auch in die Partie, gleich der erst Angriff führte zur 1:0-Führung für die SG SHV/UHC. Der ESV Freilassing hingegen war wohl noch in der Kabine. In der Abwehr schaute man den Salzburgern nur zu, die Bewegung und der Zusammenhalt waren nicht zu erkennen. Im Angriff wurde Standhandball gespielt und so konnten die Gegner des Öfteren einfache Ballgewinne erzielen. Daraus folgte die völlig verdiente 5:0 Führung für die starken und schnellen Gäste aus Salzburg. Auch eine Auszeit, in der ESV-Trainer Hubal seine Mannschaft aufwecken wollte, ändert vorerst nichts an dem schläfrigen Spiel der Grenzstädter. Höhepunkt des katastrophalen Starts war das 4:10 aus Sicht von Freilassing nach zehn Minuten.

Doch dann ging endlich ein Ruck durch die Mannschaft der Eisenbahner. Angetrieben von Sebastian Gertzen war langsam, aber sicher der Kampfgeist zu erkennen. Die ESVler gingen endlich konsequent in die Lücke und konnten sich Tor für Tor zurückkämpfen. So konnte der Rückstand bis kurz vor der Halbzeitpause auf 10:12 reduziert werden. Bis zu dieser blieb die Partie dann ausgeglichen und keine Mannschaft konnte sich absetzen. So bat der souverän agierende Schiedsrichter aus Traunstein beide Teams bei einem Stand von 14:16 zum Pausentee.

Nach der Pause war dem Hubal-Team der Siegeswille deutlich anzusehen. Genauso startete der ESV auch in den 2. Durchgang. Die ersten Angriffe wurden prompt zum 16:16 verwandelt und der ESV konnte zum ersten Mal in der Partie ausgleichen. Doch dann wurde die Hubal-Mannschaft im Angriff nachlässiger und allein der starke ESV-Tormann Michael Diepenbruck hielt den Gastgeber in dieser Phase im Spiel. Angriff für Angriff der Salzburger entschärfte er mit überragenden Paraden, wodurch der Vorsprung der Salzachstädter lediglich bei 17:19 blieb.

Dann drehten die Eisenbahner wieder auf, vor allem Simon Deckenbrock konnte in dieser Phase aus dem Rückraum mächtig Dampf machen. Folgerichtig gab es die erste Führung des Tages für die Herren in Blau die Salzburger konnten nicht mehr in Führung gehen. Ein ums andere Mal konnte der ESV durch souverän gespielte Gegenstöße starke Abwehraktionen in Tore umwandeln. Deswegen nahm der Salzburger Trainer beim Stand von 25:22 seine Auszeit.

Nach dieser Auszeit versuchte die SG das Spiel der Freilassinger mit einer Manndeckung zu unterbinden. Doch die Grenzstädter konnten die dadurch entstehende Räume sehr gut nutzen und sich weiter auf 28:24 absetzen. Auch in den letzten Spielminuten gab der Gast nicht auf und versuchte mit einer Manndeckung aller Spieler den ESV noch niederzuringen. Der Gastgeber jedoch agierte in dieser Phase klug und konnten sich das ein ums andere Mal freilaufen und so einfache Tore erzielen.

 

So stand nach der Schlusssirene ein 30:25 für Freilassing auf der Anzeigetafel. Die Handballer aus der Grenzstadt konnten einen 6 Tore Rückstand noch in einen 5-Tore Sieg umwandeln. Einen wesentlichen Anteil daran hatte auch das atemberaubende Publikum der Freilassinger. Die volle Ainringer Sporthalle war ein wahrer Hexenkessel. Das lautstarke Anfeuern der Fans beflügelte die Spieler in der wichtigsten Phase.

Ein großes Lob auch an den Gegner aus Salzburg. Mit einer sehr jungen Mannschaft konnte der SHV/UHC den ESV stark unter Druck setzen. Wenn die Salzburger diese Leistungen in der Saison öfter zeigen können, werden sie im oberen Tabellendrittel ein Wörtchen mitreden.

In zwei Wochen erwartet die Freilassinger Handballer gleich das Rückspiel in Salzburg. Sonntag, den 8. Oktober um 13:00 wird in Liefering angepfiffen und die Herren freuen sich über mitreisende Fans!

Für den ESV spielten: Michael Diepenbruck, Michal Lesak und Stefan Toch im Tor; Fabian Sattler (8/2), Jakob Burgthaler, Sebastian Gertzen (3), Ferdinand Pfersch (6), Dominik Kokot (1), Simon Deckenbrock (10), Lukas Hage (1), Samuel Vicktor und Jan Hertl (1)

ESV Handballdamen erkämpfen einen Punkt

Am Sonntag trafen die Damenmannschaften des ESV Freilassings und des SV Anzings aufeinander. Mit vielen leicht angeschlagenen Spielerinnen starteten die Gastgeberinnen aus der Grenzstadt in das Spiel. Obwohl man den ersten Akzent mit dem 1:0 setzen konnte, fanden die Freilassinger Mädels nicht ins Spiel. Schnell stand es 1:5 für die Gäste aus Anzing. Mühsam mussten sich die Grenzstädterinnen jedes Tor erarbeiten. Durch Einzelaktionen von Ulli Baethe und Shake Gashi kam man den SV Mädels langsam näher. Mit Umstellungen in Abwehr und Angriff lief auch das endlich das Spiel der ESV Damen besser. Tempogegenstöße eingeleitet durch Torfrau Steffi Huber fanden ihr Ziel und landeten im Netz der Gegnerinnen. Den Anschlusstreffer zum 6:7 erzielte Natascha Hasenöhrl nach schönem Zuspiel von Leni Gertzen. Ab der zwanzigsten Minute nahm das Spiel endlich den vom ESV gewünschten Verlauf. Zum ersten Mal schafften es die Grenzstädterinnen sich in Führung zu bringen und diese bis zur Pause zu halten. Mit 10:8 ging es in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel begann die Partie ausgeglichener als zu Beginn. Jedoch schlichen sich bei den Gastgeberinnen wieder vermehrt technische Fehler ein, die im Gegenzug von den Akteurinnen des SV Anzings bestraft wurden. Die Führung der ESV Damen schwand. Nach dem 15:15 durch die Gäste, kam der Angriff der Freilassingerinnen komplett aus dem Tritt. Mit Fehlwürfen, leichtsinnigen Abschlüssen und Abspielfehlern brachte man sich immer mehr in Rückstand. Kurz vor Schluss stand es 16:20 für die Gäste. Doch in der Schlussphase warfen die Gastgeberinnen nochmals alles nach vorne. Mit nur noch fünf Minuten auf der Uhr begann der Vorsprung der Anzinger Mädels zu schmelzen. Nach einem Fehlwurf auf das Tor von Steffi Huber, ging es ein letztes Mal beim Stand von 21:22 für Anzing in den Angriff. 10 Sekunden waren noch zu spielen, da netzte Maren Thieme zum Schlusspunkt und dem gerechten Unentschieden ein.

 

Für den ESV spielten:

Steffi Huber (im Tor), Ulli Baethe (4 Tore), Natascha Hasenöhrl (1), Anne Schweiger, Luci Bley, Jessi Haag, Shake Gashi (2), Alexandra Gietl, Leni Gertzen (1), Laura Pavkovic (2), Maren Thieme (12) und Petra Stahl.

Regionalderby entscheidet sich in letzter Sekunde

Am vergangenen Sonntag ging es in der Sporthalle Mitterfelden heiß her. Zum ersten Mal trafen sich die Damenhandballmannschaften des ESV Freilassings und des SHC Salzburgs. Von Beginn an zeichnete sich ab, welcher Krimi hier entstehen würde. Beide Mannschaften begannen mit Vollgas. Die Gäste aus Salzburg konnten sich bereits in den ersten Minuten leicht absetzen, aber durch gute Einzelaktionen von Maren Thieme und Jenny Pfeiffer hielten sich die Freilassingerinnen sich im Spiel. Immer wieder schafften man es an die Österreicherinnen heranzukommen, aber es gelang den ESV Damen nicht die Partie zu drehen. Besonders die starke Mateja Sestak machte den Mädels das Aufholen schwer. Kurz vor der Halbzeit stand es 9:12 für die Gäste aus Salzburg, doch mit einem letzten Aufbäumen vor der Pause verkürzten die Gastgeberinnen auf 12:13.

Nach dem Seitenwechsel folgte die stärkste Phase der Freilassingerinnen. Mit einer dicht gestellten Abwehr und schnellen Tempogegenstößen überrumpelte man die Salzburger Mädels und kam innerhalb weniger Minuten erstmals in Führung. Von nun an galt es die Führung zu halten, beziehungsweise auszubauen, was den Gastgeberinnen um die, in dieser Phase stark haltende, Torfrau Steffi Huber gelang. Bis auf 22:18 konnte man sich absetzen. Es folgten die letzten zehn Minuten. Das Spiel wurde auf beiden Seiten ruppiger, teilweise standen auf Salzburger Seite nur noch vier Spielerinnen auf dem Feld. Doch durch schnelle Antritte und gute Einzelaktionen schafften sie es den Vorsprung der Freilassingerinnen kleiner werden zu lassen. Beim Stand von 23:22 zwei Minuten vor Schluss, fehlte dem jungen Team der Gastgeberinnen dann die Cleverness und Coolheit. Durch unbedachte Ballverluste brachte man die Gäste immer wieder in Ballbesitz, sodass es Sekunden vor Schluss beim Stand von 23:23 einen 7-Meter für den SHC Salzburg gab. Diesen verwandelte Mateja Sestak eiskalt.

Die ESV-Damen können jedoch aus diesem Spiel gute Ansätze für die kommende Saison mitnehmen. Im Januar kommt es auf österreichischem Boden zur Revanche.

Für den ESV spielten:

Steffi Huber (im Tor), Ulli Baethe (2 Tore), Natascha Hasenöhrl, Jessi Haag, Shake Ghasi (3), Alexandra Gietl, Leni Gertzen, Laura Pavkovic, Lisa Reinsberger (1), Maren Thieme (10), Jenny Pfeiffer (7) und Luci Bley

Die männliche ESV-U16 bekam Handballlehrstunde vom TuS Prien

Vor Beginn der Partie trafen sich zwei alte Handballweggefährten auf den Trainerbänken. Thomas Wirth, ehemaliger Herrentrainer vom TuS Prien und Alex Gertzen vom ESV Freilassing zum kurzen Handballtalk. Thomas Wirth begleitet seine Jungs bereits die zweite U16-Saison und sind durchgängig mit dem „alten“ Jahrgang 2001 besetzt. Die Chiemseer  bestritten in der letzten Saison noch die Bezirksoberliga und schlossen diese mit dem 3. Platz ab. Die darauf folgende Qualifikation verlief für den TuS aber dann äußerst unglücklich. Im ersten Qualiturnier noch ungeschlagen, fehlten für die zweite Runde für die Landesliga verletzungsbedingt  viele Leistungsträger und konnten so die dritte Runde gar nicht bestreiten und vielen so durch den sehr fragwürden Modus runter bis in die Bezirksliga.

Der jungen ESV-Truppe merkte man bereits nach dem Aufwärmprogramm schon den großen Respekt vor den Gästen an. Die gut austrainierte, technische und spritzige Priener Truppe ließ auch gleich von Beginn an gar keinen Zweifel aufkommen  wer an diesem Tag als Sieger vom Feld ging. Trotz des klaren Kräfteverhältnisses und raschen Rückstand von 0:5 blieben die ESV-Burschen mit Ehrgeiz und Willen am Ball und versuchten ihr Bestes. Dennoch blieb es für die Eisenbahner äußerst mühsam an der guten schnellen Deckung der Gäste vorbei zu kommen. Durch einige Ballverluste auf Seiten des ESV schafften die Gäste noch schnelle zielgerichtete Kontertore, dennoch ließen die Gäste einige Chancen ungenutzt, so war das Halbzeitergebnis mit 6:13 noch im erträglichen Abstand.

Die zweite Hälfte ist schnell erzählt, Prien zog konsequent ihre Linie mit schnellen und strukturierten Angriffen durch und setzte sich Tor um Tor ab. Endergebnis 30:10 für die Gäste aus dem Chiemgau.

Fazit des Trainers: Für unsere Jungs war das heutige Spiel ein tolle Lehrstunde wie Handball funktionieren kann. Unsere Burschen brauchen noch 1-2 Jahre bis sie auf diesem Niveau spielen können und genau das spornt uns für die kommenden Trainingsaufgaben an. Leid tut es mir für die Sportfreunde aus Prien, denen ein faires Kräftemessen auf Grund des zweifelhaften Modus des Bayrischen Handballverbandes zumindest in der Bezirksoberliga in dieser Saison verwehrt wurde und sich nun Spieltag für Spieltag mit unterlegenen Gegnern rumschlagen müssen. Über den Modus der Quali sollte sich der Verband künftig Gedanken machen.

Im Tor: Lorenz Hagn

Im Feld: Matthäus Füller, Balacz Bartusz (1) , Marlon Klier (1), Tim Hertl (2), Robert Dadic (5), Simon Schertl, Alex Krahbichler, Michi Trecha, Sebastian Gietl, Marco Stranninger, David Hirner, Johannes Gamstatter, Marko Atanasov

ESV-U16 gewann auswärts

Auf Grund der nach wie vor angespannten Hallensituation, ist in den Wintermonaten Dezember bis Februar für den ESV Freilassing nicht möglich Heimspiele abzuhalten, daher müssen im Vorfeld viele Spieltermine verschoben und gefunden werden. Mit ein Grund warum sich der ESV bereits eine Woche nach dem Aufeinandertreffen  in heimischer Halle sich in Brunnthal beim TSV wieder sah. Die Münchner Vorstädter hatten knapp in einem Krimi gegen die Eisenbahner vergangenes Wochenende verloren. Dies wollten die Brunnthaler nun in eigener Halle korrigieren und selbst einen Heimsieg einfahren.

Es entwickelte sich wie zuletzt eine ausgeglichene Partie und keine der Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Auffällig war die eklatante Abwehrschwäche der Eisenbahner. Immer wieder konnte sich der TSV mit ein und den selben Spielzug durchsetzen. Erst kurz vor Pausenpfiff gelang es dem ESV sich auf 10:12 mit zwei Toren abzusetzen. 

Die zweite Hälfte  ging nahtlos so weiter. Ein Handballkrimi wie aus dem Lehrbuch entwickelte sich. Die Freilassinger Jungs um das Vater/Sohn Trainergespann Gertzen verstanden es an dem heutigen Tage nicht, Sicherheit und Beinarbeit in die Defensivarbeit zu bekommen. Mit einfachen Kreuzungen standen die Münchner Spieler allein vor dem gut agierenden Torhüter Lorenz Hagn. Dank der großartigen Leistung von Robert Dadic war es dem ESV zu verdanken im Spiel zu bleiben. Beim Stande von 25:25 und 30 Sekunden vor dem Ende nahm Trainer Gertzen seine letzte technische Auszeit und besprach mit seinen Jungs den letzten Angriff. Freilassing spielte die letzten Sekunden von der Uhr und 3 Sekunden vor Abpfiff erzielten die Eisenbahner den viel umjubelnden Siegtreffer zum 26:25 für den ESV.

Fazit des Trainers: Meine Mannschaft tut sich derzeit in der Abwehr sehr schwer, auch der Angriff ist noch oft zu statisch, daran gilt es nun zu arbeiten. Dafür ist der Zusammenhalt in der Truppe derzeit unser großes Plus. Großen Respekt an unsere Gegner, auch sie hätten heute die Punkte verdient gehabt. Aber so ist der Sport, mal gewinnt, mal verliert man.

Im Tor: Lorenz Hagn

Im Feld: Bartusz Balazs (1), Marlon Klier (5), Tim Hertl (5), Robert Dadic (13), Simon Schertl (1), Alex Krahbichler, Sebastian Gietl, Johannes Gamstatter, Daniel Hasenöhrl (1)