Sieg gegen Brannenburg beschert Tabellenspitze für den ESV Freilassing

Allerdings war erst einmal viel Geduld – sowohl für die zahlreichen Zuschauer im heimischen Badylon – als auch für Neutrainer Andreas Ewald gefragt.

Obwohl man den TSV Brannenburg sehr gut kennt und weiß, dass sie sehr gute Rückraumschützen haben, bekam die ESV-Abwehr in der ersten Phase diese überhaupt nicht in den Griff. Zu schnell war man schon nach fünf Minuten mit 1:4 Toren zurück. Nachdem man sich etwas berappelt hatte, konnte man doch noch recht zeitig bis zur 15. Minute den Rückstand aufholen und mit 5:4 erstmals in Führung gehen. Diese folgende Phase war von einem regen Hin-und-Her beider Seiten geprägt, wobei sich keine der Mannschaften einen größeren Abstand erarbeiten konnte. Schließlich
trennte man sich mit einer knappen Führung von 12:11 für den ESV Freilassing in die Halbzeitpause.

Disziplin – Tempo – (positive) Aggressivität sind die Kernbegriffe der Spielphilosophie von Trainer Andi Ewald, diese mussten aber noch einmal in der Halbzeitansprache
wiederholt werden, um den Freilassinger Angriff etwas besser in die Spur zu bekommen.

Und es zündete. Ein richtig starker Auftritt zu Beginn der zweiten Hälfte machte große Hoffnung auf den zweiten Sieg und vor allem richtig Lust auf Handball. Einmal drei Tore und wenig später sogar fünf Tore in Folge brachten den ESV bis zur 45. Minute mit 24:15 in Führung. So stark aber wie sich diese Phase des Spiels gestaltete, so stark ließ man aber auch wieder nach. Die letzten zehn Minuten waren eher zum Vergessen, so dass Brannenburg noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte, bis schließlich die Partie mit 29:25 endete.

Trotz des nun wunderbaren Ausblicks von der Tabellenspitze hat das Spiel wiederum einige Schwächen und Baustellen des ESV aufgezeigt, die man im kommenden spielfreien November abtrainieren kann. Erst am 04.12. geht es zum nächsten Spiel nach Raubling.

Für den ESV spielten Stefan Toch und Thomas Heinen im Tor, sowie Maxi Toch (2), Fabian Sattler (6/5), Jakob Burgthaler, Sebastian Gertzen (1), Ferdinand Pfersch (7), Thipsavath Rattanasamay, Michi Schwarz, Dominik Kokot (4), Maxi Althammer (1), Lukas Maushammer (8).

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