Verletzungspech zur Niederlage

Wär halt alles nicht so schlimm, wenn sich unser Kapitän Ferdl Pfersch nicht verletzt hätte. Man nimmt ja vieles in Kauf, aber sowas braucht keine Mannschaft zu Beginn einer Saison.

Aber der Reihe nach. Nach der Auswärtsniederlage gegen Anzings Reserve letzte Woche, wollten die Handballer des ESV Freilassing zuhause unbedingt gegen den TSV Haar aus dem Münchener Umland gewinnen. Volle Halle – es war angerichtet. Und es lief gut gegen nur acht angereisten Haarer in den ersten 25 Minuten. 16:10 hieß es zu diesem Zeitpunkt. 16:13 leider schon zur Halbzeitpause. 22:18 dann nach 41 Minuten. Dann verlor der ESV Freilassing komplett die Kontrolle. In der 46. Minute konnte Haar das erste Mal ausgleichen, zur 52. erstmals in Führung gehen und zur 60. schließlich gewinnen.

Schwamm drüber – wäre da nicht diese […] 57. Minute …

Für den ESV spielten Tiard Brinkmann und Mirco Thalmann im Tor, sowie Maxi Toch (3), Jakob Burgthaler (4), Marlon Klier (1), Ivo Nedic (2), Ferdinand Pfersch (5), Dominik Kokot (3), Max Althammer, Simon Deckenbrock (11/5), Daniel Metzner und Trainer Andi Ewald

Verdiente, aber bittere Auswärtsniederlage gegen SV Anzing II

Nach dem souveränen Auftaktsieg letzte Woche ging es am vergangenen Sonntag ins Münchner Umland zur Reserve des Bayernligisten SV Anzing.

Diese war in der letzen Saison gemeinsam mit dem SBC Traunstein aus der Bezirksoberliga in die Bezirksliga abgestiegen und somit in dieser Saison Gegner unseres ESV Freilassings. Trotz eines etwas dezimierten Kaders malte man sich natürlich erhebliche Gewinnchancen aus. Die Vorbereitung war immerhin lang und anstrengend. Trainer Andi Ewald zog mit gewöhnlichen und ungewöhnlichen Trainingseinheiten, unter Ausnutzung sämtlicher gängiger technischer Hilfsmittel, alle Register.

Dementsprechend war man für den Angriffsfall gegen jede Form der angewannten Abwehr des Gegners, ob offensiv mit 3-2-1, 5-1 oder mit klassischer 6-0 Abwehrreihe bestens gerüstet. Anzings Reserve startete mit einer effektiven 6-0 Abwehr und konnte so zu Beginn der ersten Hälfte den Freilassinger Angriff ganz gut unterbinden, so dass der ESV nach 10 Minuten bereits mit 1:5 zurücklag. Allerdings ließ sich Freilassing in dieser Phase nicht aus der Ruhe bringen. Es folgten fünf extrem starke Minuten des ESVs und konnte mit 6:0 Toren in dieser Phase vorläufig mit drei Toren in Führung gehen. Diesen Abstand nahm man dann auch mit in Halbzeitpause. 15:12 stand es da für den ESV Freilassing.

Die zweite Hälfte begann vielversprechend, man konnte zwischenzeitlich den Vorsprung sogar auf fünf Tore zum 20:15 zur 35. Spielminute ausbauen. Endstand des Spiels war eine verdiente 26:30 Niederlage. Was war passiert? Die viertel Stunde zwischen 35. und 50. Minute nutzte der SV Anzing II zu einem sage und schreibe 10:2 Zwischenspurt, der dem ESV fast völlig den Zahn zog. Auf Freilassinger Seite war diese Phase von vielen Unkonzentriertheiten, technischer Fehler und vor allem mangelnder Abwehrbereitschaft geprägt. Man fing sich zwar noch die letzten 10 Minuten, aber die Niederlage war bereits besiegelt.

Nächsten Samstag, den 01.10.2022, kommt der TSV Haar ins heimische Badylon. Man wird die Tabellensituation zu korrigieren versuchen. 

Für den ESV spielten Stefan Toch im Tor, Maxi Toch (4), Jakob Burgthaler (5), Marlon Klier, Daniel Metzner (1), Ferdinand Pfersch (4), Leo Hartmann, Dominik Kokot (1), Maxi Althammer (2), Simon Deckenbrock (3) und Florian Kleff (6).

ESV-Herren starten mit Heimsieg in die Saison

Für die 1. Herrenmannschaft des ESV Freilassing stand am vergangenen Samstag der Auftakt in die Handball Saison 2022/23 an. Zu Gast in der Badylon Halle war der TuS Raubling. Der TuS stellte sich in der letzten Saison als Angstgegner der Eisenbahner heraus – nur gegen den Gegner vom Inn konnte man keinen einzigen Punkt holen. Dementsprechend groß war die Motivation im Lager der Grenzstädter sich für die letzte Saison zu revanchieren.

Bis in die Haarspitzen motiviert, aber von einigen Ausfällen gebeutelt, betrat das Team um Trainer Andi Ewald die Platte. Von der ersten Minute an war zu erkennen, dass der ESV die zwei Punkte in der Halle behalten will. In der Abwehr stand gleich ein Bollwerk und vorne spielten die Eisenbahner mit viel Geduld ihre Angriffe aus. Folgerichtig stand nach zwölf Minuten ein 6:2 zu Buche und die Gäste sahen sich gezwungen ihre Auszeit zu nehmen. Diese trug kurzzeitig Früchte und die Raublinger konnten bis auf ein Tor rankommen. Doch der ESV hatte prompt die passende Antwort parat und konnte sich wieder absetzen – über ein 12:7 konnte man sich bis zur Halbzeitpause auf 17:9 absetzen.

In der Halbzeit war den Eisenbahnern bewusst, dass man nicht nachlassen oder sich auf dem Vorsprung ausruhen durfte. Und auch in Durchgang zwei zeigten die Mannen um Trainer Ewald eine gute Leistung. Bis zur 42. Minuten konnte der Vorsprung sogar auf zehn Tore ausgebaut werden. Die ESV-Abwehr stand stets kompakt und hatte eine Antwort auf das Positionsspiel der Raublinger parat – konnten die Gäste die Defensive doch einmal überwinden, scheiterten Sie häufig an Stefan Toch, der einen wahren Sahne Tag erwischte und zahlreiche Paraden verbuchen konnte. Auch eine Auszeit der Gäste konnte den Ausgang des Spiels nicht mehr verändern. Erst in den letzten fünf Minuten konnte Raubling noch ein paar Unkonzentriertheiten der Freilassinger nutzen und noch einmal auf 30:23 rankommen. Kurze Zeit später konnte der ESV aber einen ungefährdeten 31:23-Sieg vor heimischem Publikum feiern.

Schon am kommenden Sonntag wartet eine, wenn nicht die schwierigste Aufgabe der Saison auf den ESV. Um 16:00 Uhr ist man zu Gast beim BOL-Absteiger, der Bayernligareserve des SV Anzing. Im Sportzentrum Anzing wird der ESV alles in die Waagschale werfen, um auch in der Fremde zu punkten.

Für den ESV spielten Stefan Toch und Tiard Brinkmann im Tor, sowie Maxi Toch, Jakob Burgthaler (1), Ferdinand Pfersch (4), Thipsavath Rattanasamay, Dominik Kokot (4), Simon Deckenbrock (11/2), Dennis Kiermeier, Lukas Maushammer (1), Leonhard Hartmann (7), Florian Kleff (3) und Andreas Ewald.

Sommerfest der ESV Handball Kids ein voller Erfolg

Die Handballjugend des ESV Freilassing feierte mit ihren Eltern und Geschwistern den Saisonabschluss. Trotz Corona wurde die turbulente Spielrunde erfolgreich zu Ende gebracht. Bei herrlichstem Wetter konnten sich rund 100 Mädels und Jungs im ESV Stadion an der Wasserrutsche, Hüpfburg und auf dem Rasenplatz beim Handballspiel austoben.

Bei Gegrilltem und kühlen Getränken genossen die Eltern die Terrasse des
Stadions mit seinem schönen Ausblick. Für Alle war es ein gelungenes Fest.

Top-Leistung sichert Sieg gegen den Meister

Der TSV Übersee stand seit vergangenem Donnerstag bereits als vorzeitiger Meister in der Bezirksliga III fest. Durch einen Sieg gegen den TuS Raubling einen Spieltag vor Schluss steht der TSV nun uneinholbar an der Tabellenspitze.
Für die Handballer des ESV Freilassing geht es nun um den zweiten Tabellenplatz, um eine super Saison zu krönen. Eine Chance auf diesen Platz hatten zu dem Zeitpunkt noch der TuS Raubling, der TuS Traunreut und eben der ESV. Freilassing hat dabei eines der schwersten Restprogramme und muss nach dem Heimspiel gegen Übersee noch zum direkten Konkurenten Raubling. Aber der Reihe nach.
Ersatzgeschwächt standen dem ESV am vergangenen Samstag nur 10 Kämpfer zur Verfügung, während Übersee die Bank voll besetzen konnte. Half allerdings auch nichts, denn der ESV-Express rollte von Anfang an verdächtig rund. Anders als im Hinspiel, war diesmal der ESV die tonangebende Mannschaft und konnte so gut wie durchgehend seinen Vorsprung halten bzw. ausbauen. Einzig eine kurze Schwächephase kurz vor der Halbzeitpause und ein 4:0-Lauf von Übersee konnte deren Rückstand kurzzeitig auf zwei Tore reduzieren.

Mit drei Toren Vorsprung ging es in die Pause, aus der der ESV fulminant zurückkam und eine Glanzleistung aufs Parkett legte. Übersee hatte in der kompletten zweiten Hälfte keine Chance mehr, den Rückstand in irgendeiner Form aufzuholen, geschweige denn Freilassing Paroli zu bieten. Mit 35:24 konnte der ESV den Meister aus Übersee schließlich schlagen und kann sich nun berechtigt Hoffnung auf den zweiten Tabellenplatz machen. Freilassing hat es selbst in der Hand.

Gratulation nochmals an den TSV Übersee für die Meisterschaft!