Zum fünften Punktspiel ging die Reise nach München zum MSTV Schwabing. Bedingt durch die Herbstferien musste die Mannschaft auf einige Spielerinnen verzichten. Trotz fehlender Auswechselspielerinnen macht die ESV Mädels von Anfang an Druck in der Abwehr. Das erste Tor des Tages erzielte Xena Schörghofer mit einem Rückraumknaller. In der Folgezeit konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Immer wieder erspielten sich die ESVlerinnen einen 2 Tore Vorsprung. Zum durchschnaufen nahm Trainer Hans Baethe beim Stande von 6:4 eine Auszeit. Die Pause hatte den Mädels sichtlich gutgetan. Die besprochenen Bewegungen wurden umgesetzt und Natschma Mahedi krönte ihre Leistung mit drei Treffern in Folge. Am Kreis makierte Vanessa Salihovic mit einem herrlichen Wurf vom Kreis den Pausenstand zum 10:5 für die Freilassinger Mädels. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte erwischten die ESV Mädels den besseren Start. Die Abwehr um Azra Temizkan und Pauline Burzlaff stand bombenfest. Panna Telik mit ESV Gehäuse war für die Würfe der Schwabinger Mädchen die Endstation. Hannah Unterhofer auf der vorgezogenen Position verleitete die Gastgeberinnen eins ums andere Mal zu Abspielfehlern diese wurden von der ESV Truppe konsequent genutzt. Mit Tempogegenstößen und mit Würfen aus dem Rückraum setzten sich die ESV Mädels auf 14:7 ab. Die offensive Abwehrarbeit und das schnelle Tempo nach vorne forderte ihren Tribut. Die Zuspiele und Abschlüsse erfolgten nicht konzentriert. In der Phase hatten die Schwabinger Mädels ihren Lauf und verkürzten auf 15:12. Drei Minuten vor Spielende nahm die ESV-Truppe nochmals eine Auszeit. Wie zu Beginn der zweiten Spielhälfte kamen die ESVlerinnen besser ins Spiel. Das druckvolle Spiel überraschte die Schwabinger Mädels. Mit 19:13 entschied die junge ESV Truppe das Spiel für sich. Mit dem vierten Sieg in Folge festigen die ESV Mädels ihren Anspruch auf die Tabellenspitze. Am kommenden Sonntag kommt es in der Ainringer Sporthalle zum Spitzenspiel gegen die Mädchen vom FC Bayern München. Die bis dato ihre fünf Spiel gewonnen haben. Für den ESV spielten: Panna Taleki im Tor und im Feld: Unterhofer Hanna, Temizkan Azra, Salihovic Vanessa, Mahedi Nadschma, Schörghofer Xena und Burzlaff Pauline.
Da ist er: erster Punkt für ESV-Handballer
Nach einer packenden Schlussphase: 26:26 gegen den ESV Rosenheim
Der sechste Spieltag wartete letztes Wochenende auf die Handballer des ESV Freilassing. Zu Gast war der ESV aus Rosenheim. Beide Teams hatten keinen guten Start in die Saison, die Eisenbahner aus Freilassing mussten fünf Mal als Verlierer vom Feld gehen, die aus Rosenheim konnten immerhin im vierten Anlauf den ersten Sieg einfahren. Das Selbstvertrauen war also im Lager der Gäste vom Inn größer als in der Grenzstadt. Die Freilassinger mussten den ein oder anderen Ausfall hinnehmen, unter anderem zwei der drei besten Torschützen der bisherigen Spielzeit. Der Rückraum war dementsprechend dünn besetzt.
Die Motivation und der Wunsch nach den ersten Punkten der Saison war umso größer. In der Abwehr hatten die Grenzstädter einen durchdachten Plan und agierten von Beginn weg mit einer Einzelmanndeckung gegen den besten Spieler der Rosenheimer – Ingo Riebel. So wollte der ESV den Rosenheimern den Spielfluss rauben und ihnen so das Leben erschweren. Den besseren Start in die Partie erwischten trotzdem die Eisenbahner aus Rosenheim und konnten nach gut sechs Minuten auf eine komfortable 4:1-Führung blicken. Doch dann konnte der ESV vor allem in Person von Lukas Maushammer einen Zahn zulegen. Zwei Tore und einen herausgeholten 7m, den Fabian Sattler sicher verwandelte, später konnte der ESV zum 5:5 ausgleichen. Die nächsten Minuten verliefen ausgeglichen, bis die Innstädter einen kleinen Lauf hinlegen konnten und die Freilassinger zur ersten Time-Out zwangen. Diese trug Früchte und die Freilassinger konnten durch einen 3:0-Lauf in Führung gehen. Auf diesen antworteten die Rosenheimer ihrerseits mit einem 4:0-Lauf und konnten so mit einem 12:15 in die Halbzeitpause gehen.
Der Beginn des zweiten Durchgangs verlief recht ausgeglichen, und die Führung der Innstädter schwankte zwischen zwei und vier Toren. Die Rosenheimer konnten sich nicht absetzen, die Freilassinger konnten aber auch nicht wirklich an den Gegner herankommen. Mit jeweils zwei Treffern von den beiden besten Werfern im ESV-Lager an diesem Tag – Ferdinand Pfersch und Fabian Sattler mit jeweils 7 Treffern – konnten die Jungs aus der Grenzstadt aber erstmals wieder zum 20:20 ausgleichen. Danach kam die turbulenteste Phase der Partie. Nach einer gewöhnlichen Abwehraktion sah Abwehrchef Sebastian Gertzen die zweite 2 Minuten-Strafe. Nach einer Beleidung vom Gegenspieler kam es zu einem kleinen Wortgefecht und der Freilassinger bekam direkt die dritte Zeitstrafe – der Rosenheimer kam hingegen ohne Bestrafung für die Beleidigung durch.
In der Folge konnten die Rosenheimer ihre Überzahl ausnutzen und sich bis zur 52. Minute auf 26:21 absetzen. Die zahlreichen Zuschauer in der Mitterfeldener Halle rechneten zu diesem Zeitpunkt schon mit der sechsten Saisonniederlage der ESV-Herren, die Gäste aus Rosenheim waren sich ihres Sieges wohl auch schon ähnlich sicher. Doch die Kämpfer aus der Grenzstadt hatten etwas dagegen. In der Abwehr wurde Beton angerührt und die Rosenheimer Eisenbahner kamen in keine guten Wurfsituationen mehr. Konnten sie die Freilassinger Abwehr doch überwinden konnte Thomas Heinen im Tor starke Paraden zeigen. So konnten die Eisenbahner aus Freilassing eine fulminante Aufholjagd hinlegen und in der 58. Minuten den Spielstand egalisieren. In der letzten Minute hatten die Freilassinger sogar noch die Chance auf den Siegtreffer, doch der gegnerische Torhüter konnte das mit einer sensationellen Parade verhindern.
Die Freilassinger konnten sich deshalb direkt nach der Schlusssirene noch nicht wirklich freuen. Doch mit Blick auf das gesamte Spiel – und einem 5-Tore Rückstand 8 Minuten vor Schluss – hat doch eher der ESV aus Freilassing einen Punkt gewonnen und die Rosenheimer einen Punkt verloren. Mit dem ersten Punktgewinn der Saison konnte der ESV Freilassing die Rote Laterne an die Sportfreunde aus Föching abgeben.
Kommenden Sonntag reist der ESV-Express zum Tabellennachbarn vom TSV Brannenburg. Die Herren aus der Grenzstadt wollen den Schwung der Aufholjagd mitnehmen und mit dem ein oder anderen Rückkehrer erneut punkten, Anwurf Sonntag um 18 Uhr.
Für den ESV spielten:
Stefan Toch und Thomas Heinen im Tor, sowie Maxi Toch (3), Fabian Sattler (7/2), Jakob Burgthaler, Sebastian Gertzen (2), Ferdinand Pfersch (7), Thipsavath Rattanasamay, Dennis Kiermeier, Lukas Maushammer (2), Franz Dörfel (1), Florian Albrecht und Mathias Toch (4).
Lichtblick für Handball Herren
Beste Saisonleistung reicht gegen Landesliga-Reserve aus Anzing nicht für Punkte
Der Saisonstart für die Handballer des ESV Freilassing verlief alles andere als Rund. Nach vier Spieltagen befindet man sich mit 0:8 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und ist so früh in der Saison im Abstiegskampf angelangt.
Letzten Samstag erwartete die Handballer aus der Grenzstadt die weiteste Auswärtsreise der Saison. Beim SV Anzing, der mit der ersten Mannschaft letzte Saison aus der Bayernliga abgestiegen ist, wartete die dritte Mannschaft – ein Team mit einigen jungen und talentierten Spielern und schon vier Punkten aus den ersten zwei Spielen auf dem Konto.
Das Selbstbewusstsein und -verständnis im Lager des ESV ist nach dem unglücklichen Saisonstart ist dementsprechend angekratzt. Das spiegelte sich auch in den ersten Spielminuten wider. Gegen die offensive 3:2:1-Deckung, die beim SV Anzing durch den ganzen Verein hinweg praktiziert wird, fehlten den Freilassingern die kreative Angriffsmittel. Folgerichtig konnte der Gastgeber mit 3:0 in Führung gehen. Nach den ersten Anlaufschwierigkeiten fand der ESV dann langsam, aber sicher Wege zum Torerfolg zu kommen. Nach 18 Minuten und dem Spielstand von 8:4 konnte der ESV in der Abwehr einen Zahn zulegen. In den letzten Spielen noch löchrig wie ein schweizer Käse, stand die ESV-Deckung nun besser und nun tat sich der Gastgeber aus Anzing im Angriff schwer. So konnten die Grenzstädter mit einem 4:0-Lauf in vier Minuten ausgleichen und den Gastgeber zu einer Auszeit zwingen. Auch nach dieser blieb das Spiel ausgeglichen, der ESV konnte in Führung gehen, die Anzinger glichen aus. Mit 30 Sekunden auf der Anzeigetafel ging der ESV in den letzten Angriff der ersten Spielhälfte und hat die Chance mit einer Führung in die Halbzeitpause zu gehen. Die Freilassinger verspielten jedoch die Gelegenheit und im Gegenstoß konnten die Anzinger eine Sekunde vor Schluss den Führungstreffer erzielen. Da haben die ESVler die letzten Sekunden – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – verschlafen.
Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten die Anzinger Löwen und die Freilassinger liefen einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Beim Stand von 16:14 konnten die Eisenbahner dann aber erneut einen beeindruckenden Lauf hinlegen. Mit fünf Treffern in Folge konnte man binnen fünf Minuten das Spiel drehen und mit 16:19 in Führung gehen. Dieser Lauf zwang den Gastgeber dazu, aus seiner eingespielten 3:2:1-Deckung in die defensive 6:0 zu wechseln – ein seltenes Abweichen vom eigenen Weg der Löwen.
Die folgenden zehn Minuten waren dann aber von Nervosität auf beiden Seiten geprägt. Den Zuschauer beschlich mit der Zeit das Gefühl, die Freilassinger hatten Angst davor die ersten Punkte einzufahren. Die Löwen aus Anzing konnten aus der nervösen Phase schneller herauskommen und sich somit wieder in Führung spielen und schlussendlich mit 25:22 gewinnen.
Die Eisenbahner müssen auch nach dem fünften Saisonspiel auf die ersten Punkte warten, die mit Abstand beste Saisonleistung reichte wieder nicht aus. Jedoch konnte man eine starke Anzinger Mannschaft, die in der Bezirksliga vorne mitspielen wird über 60 Minuten fordern, die Löwen mussten sogar von ihrem altbewährten, eingespielten Spielsystem abweichen. Mit der Abwehrleistung dieser Partie und einem verbessertem Torabschluss sind die ersten Punkte für den ESV nur noch eine Frage der Zeit – der Knoten muss nur endlich platzen.
Am Sonntag gibt es dafür schon die nächste Möglichkeit: Um 18:00 Uhr ist Anwurf im Eisenbahner-Duell zwischen Freilassing und Rosenheim. Im vorletzten Heimspiel des Kalenderjahres freuen sich die Herren wieder über zahlreiche Zuschauer in der Sporthalle Mitterfelden.
Für den ESV spielten:
Stefan Toch und Thomas Heinen im Tor, sowie Fabian Sattler (4), Jakob Burgthaler (3), Christian Abel (2), Maxi Toch, Sebastian Gertzen (1), Ferdinand Pfersch (3), Thipsavath Rattanasamay, Dominik Kokot (1), Simon Deckenbrock (3), Lukas Maushammer (1), Franz Dörfel (2) und Mathias Toch (2).
Dritte Niederlage für Handball-Herren
Auch gegen den BOL-Absteiger aus Traunstein keine Punkte für den ESV
Auch im dritten Anlauf gibt es für die Handballer vom ESV Freilassing nicht die ersten Bezirksliga-Punkte. Nach dem schläfrigen Auftritt der Vorwoche in Salzburg, war im Lager des ESV spürbar, dass nun langsam die ersten Punkte erzielt werden müssen. Die Aufgabe, die am dritten Spieltag auf die Eisenbahner wartete, war aber eine denkbar schwere. Zu Gast in der Mitterfeldener Sporthalle war der Absteiger aus der Bezirksoberliga, der SB Chiemgau Traunstein. Das Team aus der Großen Kreisstadt gilt als Favorit auf den Titel und Aufstieg und konnte mit einem breiten Kader nach Freilassing reisen.
Nachdem im letzten Spiel der Start katastrophal verlief, konnten die Grenzstädter diesen Sonntag ein ganz anderes Gesicht zeigen. Die Mannschaft war eingeschworen und die Abwehr stand in den Anfangsminuten bombenfest. Im Angriff agierten die Freilassinger jedoch etwas nervös, daraus folgte ein Spielstand von 0:0 nach den ersten fünf Minuten. Danach konnte der ESV erfolgreich abschließen und folgerichtig verdient in Führung gehen. Nach zehn Minuten stand es 5:2 für die Freilassinger. Danach ließ der Gast aus Traunstein den zweitbesten Torschützen der letzten BOL-Saison nachtragen. Durch diese Spielunterbrechung kam der Spielfluss der Freilassinger etwas ins Stocken und der Sportbund konnte ausgleichen. Nach gut 20 Minuten musste der ESV dann einen herben Rückschlag hinnehmen. Michael Schwarz, der in den letzten Partien stark aufspielte und nach seiner Verletzung wieder voll da war, ging nach einer unglücklichen Bewegung zu Boden und fasste sich sofort ans lädierte Knie. Der ganzen Mannschaft war sofort klar, was passiert war. Den Schock konnten die Traunsteiner nutzen und erstmals in Führung gehen. Doch der ESV konnte dranbleiben und Sekunden vor der Halbzeitsirene den Anschlusstreffer zum 9:10 erzielen. Mit fünf Sekunden restlicher Spielzeit konnten die Chiemgauer dann aber noch mit der Schlusssirene das 9:11 erzielen. Ein unglückliches Ende der ersten Halbzeit für die Eisenbahner.
Die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte verliefen ausgeglichen und so stand auf der Anzeigetafel ein 13:16. Danach konnte der SBC aus technischen Fehlern des ESV profitieren und eine Vorentscheidung erzielen, sieben Minuten vor Schluss lag Traunstein mit +7 vorne. Die Freilassinger konnten sich nochmals aufbäumen, aber ein technischer Fehler besiegelte vier Minuten vor Schluss die Niederlage der Herren aus Freilassing.
Nach 60 Spielminuten konnte der SBC Traunstein mit 22:30 zwei Punkte einsammeln. Die Freilassinger zeigten kämpferisch und in der Abwehr die beste Leistung der Saison, dementsprechend spiegelt das Ergebnis den Verlauf der Partie nicht wieder. Die Grenzstädter konnten den Gast und Favorit auf den Aufstieg lange ärgern und fordern. Davon kann man sich im Lager der Freilassinger nichts kaufen, doch die Einstellung und Abwehrleistung in die nächste Partie mitnehmen.
Nächsten Samstag wartet dann das dritte Derby in 14 Tagen. Dann ist der ESV um 21 Uhr zu Gast beim TuS Traunreut, der zusammen mit dem ESV aus der Bezirksklasse aufgestiegen ist. Der ESV will im vierten Spiel endlich punkten und freut sich über jeden ESV-Fan, der mit nach Traunreut reist. Die ESV-Damen spielen direkt vor den Herren um 19:15 Uhr, ein kleiner Samstagabend Ausflug bietet sich also durchaus an!
Für den ESV spielten:
Stefan Toch und Michael Diepenbruck im Tor, sowie Maxi Toch (2 Tore), Fabian Sattler (4), Jakob Burgthaler (2), Christian Abel (2/1), Sebastian Gertzen (3), Ferdinand Pfersch (2), Michael Schwarz, Dominik Kokot, Simon Deckenbrock (3), Dennis Kiermeier, Lukas Maushammer (2) und Franz Dörfel (2).
ESV-Herren mit Derby-Niederlage
Desaströse erste Hälfte sorgt für bittere 31:24-Niederlage in Salzburg
Alles war angerichtet für ein spannendes Derby. Die Freilassinger Handballer waren beim Aufwärmen wach und motiviert. Auch den Salzburgern war die Bedeutung des Spiels anzusehen – auch sie waren voll fokussiert. Vor dem Spiel gab es zwei Wiedersehen, zum einen mit Darko Milinovic, der einige Jahre auf Seiten des ESV spielte. Zum anderen mit dem Co-Trainer der Gastgeber aus Salzburg, dem ehemaligen Trainer der ESV-Damen Ivan Meter.
Doch alte Freundschaften waren mit Spielbeginn vergessen. Die Gastgeber von der SG UHC/SHV Salzburg konnten als erstes anschreiben, und bis zur 8. Spielminute blieb das Spiel ausgeglichen, Salzburg führte meist mit einem Tor. In der Anfangsphase bauten die Salzburger ihr Spiel ruhig auf und spielten lange durch die eigenen Reihen, bis sie zum Abschluss kamen. In der Abwehr passten sich die Eisenbahner an dieses Tempo an und eröffneten den Gastgebern so oft große Lücken für einfache Tore. Als die Österreicher dann ihr Tempo erhöhten, konnte das die ESV-Abwehr nicht tun. So konnten die Salzburger ohne Gegenwehr, Angriff um Angriff einfachste Tore erzielen. In der ESV-Abwehr kämpfte jeder für sich alleine, kein Aushelfen, keine Bewegung: kollektiver Tiefschlaf. Folgerichtig nahm Michael Schwarz, an diesem Tag Spielertrainer für den beruflich verhinderten Coach Hubal, seine erste Auszeit. Doch auch diese zeigte keine Wirkung. Hinten blieb man schläfrig und im Angriff fehlte Bewegung und Druck aufs Tor. So konnte der UHC/SHV nach 20 Minuten mit einer komfortablen 15:5-Führung aufspielen. Erst als sich der Spielertrainer selbst in die Partie brachte kam im Angriff mehr Bewegung ins Spiel der Grenzstädter, und man konnte die eigene Toranzahl bis zur Halbzeit wenigstens verdoppeln.
Mit dem 21:11-Halbzeitstand für die Salzachstädter war aber schon nach 30 Minuten klar, wer dieses Derby für sich entscheiden wird. Die Aufgabe für den ESV in Halbzeit zwei war Schadensbegrenzung zu betreiben. Man wollte sich nicht abschlachten lassen und den zahlreich mitgereisten Fans wenigstens etwas zeigen.
Die zweite Halbzeit kurz zusammengefasst: die Abwehr stand nun besser, es wurde dem Nebenmann ausgeholfen und die Absprachen, vor allem gegen den Kreisspieler klappten besser. Im Angriff brachte allen voran, der an diesem Tag beste Werfer, Simon Deckenbrock mehr Tempo ins Spiel und konnte sich so acht Mal in die Torschützenliste eintragen. Für eine Aufholjagd reichte es aber nicht, dafür unterliefen den Eisenbahner doch zu viele technische Fehler. Jedoch konnte man etwas Ergebniskosmetik betreiben und die Gastgeber nur noch zehn Tore werfen lassen. So konnten die Österreicher mit 31:24 verdient die ersten beiden Punkte der Saison einsammeln.
Den Freilassingern war nach dem Spiel klar, an was es am heutigen Tag gelegen hat – eine gute Basis für diese Trainingswoche.
Zumal diesen Sonntag schon das nächste Derby auf den ESV wartet. Mit dem SB Chiemgau Traunstein kommt ein BOL-Absteiger und Favorit auf den Titel in die Sporthalle Mitterfelden. Die Traunsteiner konnten dieses Wochenende gegen den TuS Traunreut ihren Saisonauftakt souverän gewinnen. Der ESV wird zahlreiche Unterstützung von den Fans brauchen, um den Goliath ärgern zu können. Anwurf Sonntag in der Sporthalle Mitterfelden ist wieder um 18:00 Uhr.
Für den ESV spielten:
Stefan Toch, Michael Diepenbruck und Tiard Brinkmann im Tor, sowie Fabian Sattler (4 Tore/davon 1 7m), Jakob Burgthaler, Christian Abel (4/1), Sebastian Gertzen (2), Ferdinand Pfersch (3), Michael Schwarz (3), Dominik Kokot, Simon Deckenbrock (8), Franz Dörfel und Lukas Maushammer.

